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  • Akkela Dienstbier

Bienen im Herbst


Vom Küchenfenster habe ich immer einen guten Blick auf die Bienenbeute, die ruhig zwischen buntem Laub und letzten blühendem Storchenschabel steht. Nur wenn es mittags wärmer wird fliegen einzelne Bienen noch ein und aus.


Meine Bienenkönigin hat schon vor drei Wochen das Eierlegen eingestellt, ich konnte keine Brut mehr finden. Das ist ungewöhnlich, da im Herbst die Winterbienen, die die kalte Jahreszeit überleben sollen, ausgebrütet werden. Erst wenn es richtig kalt wird, stellt die Königin das Brüten ein. Aber vielleicht wissen die Bienen mehr als ich? Honig hat mein Bien(wie das gesamte Bienenvolk auch genannt wird) genug. Es wird also im Frühjahr spannend, ob wieder Brut zu finden ist, wenn das neue Bienenenjahr beginnt.


Ansonsten beobachte ich, dass die Bienen je mehr die Temperaturen fallen, in der Beute zur „Wintertraube“ zusammen rücken. Das bedeutet, dass in der Mitte der Bienentraube die Königin von allen Bienen durch Flügelvibrieren gewärmt wird. Wechselnd wandern die Bienen von der Mitte zum Rand der Traube, der kältesten Stelle, um dann wieder mit gewärmten Tieren aus der Mitte den Platz zu tauschen. So wird garantiert, dass die Königin und möglichst viele Bienen die Kälte überstehen.


Winterruhe kehrt ein. Die Natur wendet sich nach innen und sammelt sich. Eine gute Strategie auch für uns Menschen, wie ich finde.


Was sonst so in meinem Garten passierte, kann man auch gut nachlesen in meinem Stadtgarten-Buch...



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