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  • Akkela Dienstbier

Zwischen Kunst und Wissenschaft




Cornelia Hesse Honegger

Eine kleine Entdeckung war für mich ein Artikel über die Künstlerin Cornelia Hesse Honegger (geb. 1944). Sie hat ihre kreatives Schaffen ganz den Insekten insbesondere den Wanzen gewidmet. Im Internet kann man Bilder dieser vielfältigen gezeichneten Insekten ansehen. Jedoch hat nicht nur die Freude an der Schönheit der Wanzen sie bewegt, sondern vielmehr die Sorge um die Gefahren der künstlichen Radioaktivität für Menschen, Pflanzen und Tiere.

Cornelia Hesse Honegger arbeitete 25 Jahre für das Zoologische Institut der Universität Zürich: Frucht- und Stubenfliegen waren dort bestrahlt worden um Mutationen zu erforschen. Diese Veränderungen dokumentierte sie akribisch. Durch diese wissenschaftlichen Zeichnungen und Beobachtungen wurde ihr Interesse geweckt, nicht nur im Labor, sondern auch außerhalb von Laboren nach Mutationen im Umfeld von Atomkraftwerken zu suchen.

Dafür hat Cornelia Hesse Honegger zahllose Insekten gefangen und gezeichnet. Oft sind ihr erst nachdem das Bild fertig war, die Verformungen, Wucherungen oder fehlenden Gliedmaßen der Insekten aufgefallen.

Ihre Zeichnungen bzw. Malereien sind sehr reduziert. Farben und Formen stehen im Vordergrund wie bei der konkreten Malerei und zeigen doch das individuelle Insekt. Darauf legt sie Wert!

Ihre gesamten Feldstudien in der Schweiz, Europa und den USA zeigen nach Cornelia Hesse-Honeggers, dass die künstliche Radioaktivität, die durch Atomanlagen in die Umwelt gelangt, eine ernsthafte und zu wenig beachtete Gefahr für Mensch und Umwelt darstellt.

Damit ist ihre Kunst auch eine politische Stellungnahme Alternativen zur Atomenergie zu finden!




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